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Alt 01.02.2010, 15:10   #1 (permalink)
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Standard Wichtigstes Forschungsgebiet?

Was sehr ihr als derzeit wichtigstes Forschungsgebiet?

Für mich ist es die Forschung zur Weiterentwicklung der Kernfusion. Der Energiebedarf der Menschheit steigt stetig und fossile/nukleare Brennstoffe sind bald erschöpft (von den Abgasen/nuklearen Abfällen ganz zu schweigen). Nur mit einer radikal neuen Technologie werden wir in der Lage sein, uns als Zivilisation dauerhaft fort zu entwickeln. Falls wir uns nicht schon vorher in Treibhausgasen selbst kochen (siehe Venus).
Für mich ist das wichtiger als alles andere, Biotechnologie, Informationstechnologie oder sogar Grundlagenforschung.
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Alt 01.02.2010, 15:32   #2 (permalink)
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Ich halte die Gentechnologie und den ganzen Bereich der Materialforschung (Nano etc.) für die Bereiche die den größten Einfluss auf unser Leben haben wird und daher für die wichtigsten.

Die Gentechnik wird nicht nur die Medizin verändern und beitragen Krankheiten zu heilen, sondern wird vor allem im Bereich der Landwirtschaft eine große Bedeutung bekommen. Dies betrifft nicht nur die Nahrungsmittel, sondern auch andere Nutzpflanzen, wie Baumwolle etc.

Die Entwicklung von neuen Materialien wird ebenso einen größeren Einfluss bekommen. Mit Hilfe der Nanotechnologie werden Materialien zielgerichteter einsetzbar, bei Minimierung des Gewichtes usw. Dies wird helfen Energie und Ressourcen zu sparen, Recycling zu vereinfachen und unser Leben in vielen kleinen Dingen einfacher gestalten.

Die Suche nach neuen Formen der Energieerzeugung ist zwar wichtig, aber sie ist bei weitem nicht so dringlich wie häufig suggeriert. Unter den Meeresboden lagern riesige Mengen Gashydrate, die die Menscheit Jahrhunderte und länger mit Energie versorgen können.

VG Jeeper
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Alt 01.02.2010, 18:16   #3 (permalink)
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Kann Jeeper nur recht geben am wichtigsten ist es erstmal Krankheiten auszurotten und jedem Mensch auf der Erde Grundnahrungsmittel zu geben.

Dadurch das alle mit Grundnahrungsmittel versorgt werden und Bildung bekommen geht die Forschung an allem anderen dann automatisch weiter da mehr Bildung = mehr kluge Köpfe die sich dann mit sowas beschäftigen können.


Das würde auch dem Weltfrieden sehr zu gute kommen, denn wenn erstmal alle mit Medizin und Nahrung versorgt werden, sind die Leute auch von vorne herein glücklicher, wenn man Hunger hat kann man nämlich sehr agressiv werden .
Also frei nach dem Motto "Gebt den Leuten Reis anstatt Bomben"

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Alt 01.02.2010, 18:27   #4 (permalink)
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Zitat:
Zitat von mEtzGER187 Beitrag anzeigen
Das würde auch dem Weltfrieden sehr zu gute kommen, denn wenn erstmal alle mit Medizin und Nahrung versorgt werden, sind die Leute auch von vorne herein glücklicher, wenn man Hunger hat kann man nämlich sehr agressiv werden .
)
Naja, nicht so ganz, mehr kluge Köpfe auch mehr entwicklung von Massenvernichtungswaffen,... .
Was auch nicht so ganz richtig ist: Nahrung,... ist schon wichtig und verhindert Kriege, wenn aber dann der Krieg los geht um die letzten Ölvorkommen, oder die Vorherschafft der Gashydrate (noch nie zuvor gehört, aber man lernt ja immer dazu) um Geld zu machen, siehts wieder so schlecht aus, als wenn man Energie hätte, aber nichts mehr zu essen.

Also man kann nicht sagen, was am wichtigsten ist, du kennst mich, ich unterstütze auch fasst nur Medizin und Nahrungsmittel optimierung. (WCG/GPUGrid)
Auch das SETI unnütz ist, könnte man nicht sagen, sicher momentan sieht es aus wie Zeitveschwendung, findet man aber doch eines Tages was, könnte man die offenen Fragen in Medizin, energie und co vielleicht direkt erlernen.

Also mir liegt WCG stark am Herzen, mometnan NRW, da das aber bald aus läuft, rechne ich dort die Medizinischen Projekte weiter, bis Clean Energy Phase 2 los geht, da ich dann dort alles reinstecken werde.



Aber egal, was einem wichtig ist, hauptsache crunchen für die Menschheit!
ind em Sinne, munteres vollgas crunchen!
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Alt 01.02.2010, 18:34   #5 (permalink)
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Stimmt schon alles hat seine Vor- und Nachteile, was es uns bringt oder nicht sehen wir erst hinterher.
Hoffen wir mal das es nie zu diesen letzten Kriegen um Öl oder was auch immer kommen wird und wir uns schon vorher versöhnt haben !

Das ist nen plus Punkt für Seti, haste schon recht vll entdecken wir morgen ne Alien Spezies die uns dann die Lösung für unsere Probleme bringt, vll auch das gegenteil -.-

Richtig fröhlich weiter Crunshen, wie sinnvoll ein Projekt ist muss jeder für sich selbst entscheiden und lieber was sinnloses rechnen als garnicht

Peace to the World!

lg Mirco
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Alt 01.02.2010, 21:29   #6 (permalink)
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"wichtigstes" Forschungsgebiet...
ts,...
Das wichtig scheinende? / als wichtig vereinbartes (wie CO2)? / als wichtig erhofft oder erwartetes.../
sich vielleicht später als wichtig herausstellendes, vor oder auch nach seiner Verwerfung...

Ich persönlich favorisiere die Grundlagenwissenschaft -
CERN LHC
Das Standardmodell der Physik beschreibt die Welt hervorragend - unter der Vorraussetzung, dass die Teilchen keine Masse haben.... (es also die Welt nicht gibt ;-) )
Nahe dran, und doch fundamental daneben -
Das Rätsel der Schwerkraft....
was darauf noch alles folgt ist doch unabsehbar,
vielleicht so eine Entdeckung wie der elektrische Strom.

http://lhc.web.cern.ch/lhc/

Mit cool-down status der einzelnen Sektoren ;-)
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Grüße
udo
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Alt 01.02.2010, 22:35   #7 (permalink)
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Die wichtigsten Forschungsgebiete sollten eine ausgewogene Priorität zwischen "Ursache" und "Symptom" abdecken.
Ursache und Symptom sind jetzt vieleicht Begriffe aus der Medizin, aber ich kann's nicht besser erklären.

Patient: Herr Doktor, wenn ich hier drücke, dann hab ich Schmerzen.
Arzt: Dann drücken sie ab sofort nicht mehr drauf.


Wegen unzureichend erforschter Ursache ist hier das Symptom "Schmerz" schnell behoben,
also, das Symptom bevorzugt erforscht worden.
Umgekehrt könnte eine zu intensive Forschung nach der Ursache, ein Symptom verstärken/verschlächtern.

Bei einem Autounfall in einer Innenstadt, hat der Verursacher anstatt die Polizei anzurufen,
erst mal die Verwandschaft angerufen, um mit einer Videokamara nach der Unfallursache zu forschen.
Da mein Kotflügel den Reifen blockiert hatte, waren die Symptome des Berufsferkehrs natürlich verherend.
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Alt 02.02.2010, 02:51   #8 (permalink)
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Meine Frage bezog sich rein subjektiv auf eure Meinung, nicht auf das, was "sein sollte".
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Alt 05.02.2010, 00:44   #9 (permalink)
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Was ich noch wichtiger als die entwicklung und nutzung der Kernfusion finde ist, wie gelingt es uns, einmal erzeugte elektrische Energie zu Speichern? Ich rede nicht von Autobatterien sondern von Großen sachen. Leute, Turnhallengroße Kondensatorbänke sind keine Lösung. Ob Wasserstoff wirklich im Kraftwerksgroßen Masstab anwendung findet??

Im Moment ist es doch so, was an elektrischer Energie erzeugt wird, muss sofort wieder verbraucht werden. Ich denke schön wäre es wenn die Energieerzeuger in eine oder mehre Energiespeicher einspeisen und der Verbraucher seinen Strombedarf aus dem Speicher nehmen kann. Das Derzeitige aufrechterhalten des permaneten Gleichgewicht zwischen Stromerzeugung und el. Energieverbrauch ist ja nun auch nicht gerade was für Anfänger. Vielleicht findet sich ja eine effektive Speichermöglichkeit el. Spannung im großen Maßstab zu Speichern.
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Geändert von Morgoth (05.02.2010 um 00:58 Uhr)
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Alt 05.02.2010, 21:06   #10 (permalink)
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Stimmt, es würde schon reichen, wenn man die Energie von ein paar Blitzen speichern könnte. Guter Punkt, das mit der Energiespeicherung!
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Alt 05.02.2010, 21:30   #11 (permalink)
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Wenn es darum geht, Energie möglichst in großem Maßstab zu speichern, wäre es angebracht, Hydrogen@home zu rechnen. Die beschäftigen sich nämlich damit. Wenn es eine umweltfreundliche und effektive Methode gäbe, Wasserstoff zu gewinnen, wäre das Speicherproblem gelöst. Man könnte die mit regenerativen Techniken erzeugte Energie nutzen, um Wasserstoff zu erzeugen, und diesen widerum in Kraftwerken zur Stromerzeugung nutzen, wenn Strom benötigt wird. Wasserstoff verbrennt völlig umweltneutral...
Leider kommen die effektivsten Techniken bisher nur auf eine Rate von ca. 60% und sind alles Andere als umweltfreundlich. Aber Wasserstoff ist der beste Energiespeicher, und seine Gewinnung effizient und umweltfreundlich zu machen, halte ich für einen der wichtigsten Forschungszweige momentan.
Vielleicht machen wir mit SG mal ein Event bezgl. Hydrogen@home? Nur ein Vorschlag...

Gruß lost
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Alt 06.02.2010, 16:23   #12 (permalink)
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Wasserstoff als effizenter EngergieSpeicher ist ein Traum. Auch wenn man seit gefühlten 50 Jahren daran forscht und arbeitet, habe ich den Eindruck, dass man sich der aufgabe abgewendet hat, weil es nichts bringt. Ich hab mal eine weile Regenarative Energiesysteme Studiert, ist zwar schon ein weile her, aber schon damals hat man die ganze Sache irgendwie Skeptisch gesehen, ich weis aber nicht mehr warum. Alzheimer lässt grüßen.

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Alt 06.02.2010, 18:16   #13 (permalink)
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Sorry, Morgoth, aber das sehe ich anders. Du hast von der Möglichkeit, Energie zu speichern, gesprochen. Und Wasserstoff ist ein guter Energieträger. Das Problem ist momentan seine Herstellung, die nicht sonderlich effizient ist (also zuviel Energie verbraucht). Wie ich gelesen habe, gibt es mittlerweile kombinierte Verfahren, aufbauend auf der altbekannten Elektrolyse, die eine Effizienz von bis zu 80% erreichen, aber die sind sagenhaft teuer. Wenn man ein industriell anwendbares Verfahren hätte, um Wasserstoff zu gewinnen, könnte man die regenerativ erzeugte Energie (Sonne, Wind, Gezeiten, Srömung usw.) direkt zur Gewinnung von Wasserstoff nutzen, und diesen dann, wenn Energie gebraucht wird, einsetzen (dezentral in Brennstoffzellen für die Versorgung von Privathäusern, in Kraftwerken für die Versorgung der Industrie). Das ist meiner Ansicht nach ein lohnendes Forschungsobjekt, um endlich den größten Nachteil regenerativer Energieerzeugung (daß Solarkraftwerke dann Strom liefern, wenn es sowieso hell ist, und auch der Wind nachts meist weniger stark weht) auszugleichen. Wasserstoff ist recht einfach speicherbar, nur seine Gewinnung...

Gruß lost
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Alt 06.02.2010, 20:01   #14 (permalink)
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Mit Wasserstoff habe ich auch irgendwie nichts zu tun, die einzigen zwei Dinge die mir in letzer Zeit über den Weg gelaufen sind, sind ersten das BMW - seine Arbeit am WasserstoffAuto eingestellt hat, und zweitens Das man bei der DessertTec-Geschichte, die gewonnene Energie in Wasserstoff speichert und in Speziellen Schiffen nach Europa transportieren wollte.

Ich hoffe wirklich das die Dessert SolarThermie Geschichte wirklich kommt. Es ist eben überwiegend ein Politsches Problem.
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Alt 06.02.2010, 21:25   #15 (permalink)
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Wenn Du damit die Idee meinst, riesige Flächen in der Sahara zur Gewinnung von Solarstrom zu nutzen, dann muß man nicht den Umweg üer den Wasserstoff nehmen, um die Energie nach Europa zu transportieren. Man arbeitet bereits an einem Gleichstrom- Übertragungsnetz, daß fast verlustfrei über riesige Strecken Strom übertragen kann. Politisch müsste man natürlich erstemal eine Lösung finden...

Gruß lost
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Alt 06.02.2010, 21:42   #16 (permalink)
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Naja .... "fast verlustfrei" ist schon ein wenig optimistisch ausgedrückt.
Sagen wir, es gibt weniger Übertragungsverluste (auf dieser Entfernung und für diese Leistung) als beim bisherigen Wechselstromhöchstspannungsnetz. Zumindest soviel weniger Verluste, dass der Bau und der Betrieb einer HGÜ sich schon wieder rechnet. Der technische Aufwand ist allerdings immer noch immens.
Außerdem arbeitet man noch nicht an dem Übertragungsnetz, sondern ist momentan eher noch in der "Vorplanung" bzw. bei Machbarkeitsstudien (besonders bei den Finanzierungsstudien wird man sich wohl 'ne Weile aufhalten)
Aber das ist schon wieder etwas OT
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Alt 06.02.2010, 22:19   #17 (permalink)
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Meines Erachtens könnte man die Frage nur beantworten, wenn man wüsste, welche Forschung einmal welchen Nutzen bringen kann.
Vielleicht ist unsere jetzige Forschung an der Kernfusion eine aussichtslose Sackgasse, und erst eine Erkenntniss die wir in einem ganz anderen Bereich erlangen, verhilft uns hier zum Durchbruch (nur so als Beispiel...).
Was nützt der medizinische Fortschritt, wenn das dann keiner bezahlen kann und nicht genug Nahrungsmittel für alle zur Verfügung stehen? Was nützen genetische Superpflanzen, wenn die Auswirkungen auf Ökosystem und Gesundheit nicht ausreichend erforscht sind?
Deshalb finde ich es bei Grundlagenforschung nicht sehr "passend" von wichtiger-unwichtiger Forschung zu sprechen.
Es ist (so glaube ich) unmöglich zu sagen, welches Forschungsgebiet in den nächsten Jahren die für die Menschheit bedeutendsten Erkenntnisse hervorbringen wird.
Nur leider stehen die Damen und Herren Politiker rund um den Erdball derzeit ganz fest auf der Bremse, wenn es um Forschungsgelder geht. Ich fürchte da natürlich, dass man den Geldhahn bei manchen Projekten einfach zudreht, nur weil man nicht erkennen konnte, was für Möglichkeiten in dieser Forschung stecken.
Gruß erich!
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Alt 06.02.2010, 22:42   #18 (permalink)
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Zitat:
Zitat von lurchlaich63 Beitrag anzeigen
Meines Erachtens könnte man die Frage nur beantworten, wenn man wüsste, welche Forschung einmal welchen Nutzen bringen kann.
Vielleicht ist unsere jetzige Forschung an der Kernfusion eine aussichtslose Sackgasse, und erst eine Erkenntniss die wir in einem ganz anderen Bereich erlangen, verhilft uns hier zum Durchbruch (nur so als Beispiel...).
Was nützt der medizinische Fortschritt, wenn das dann keiner bezahlen kann und nicht genug Nahrungsmittel für alle zur Verfügung stehen? Was nützen genetische Superpflanzen, wenn die Auswirkungen auf Ökosystem und Gesundheit nicht ausreichend erforscht sind?
Deshalb finde ich es bei Grundlagenforschung nicht sehr "passend" von wichtiger-unwichtiger Forschung zu sprechen.
Es ist (so glaube ich) unmöglich zu sagen, welches Forschungsgebiet in den nächsten Jahren die für die Menschheit bedeutendsten Erkenntnisse hervorbringen wird.
Nur leider stehen die Damen und Herren Politiker rund um den Erdball derzeit ganz fest auf der Bremse, wenn es um Forschungsgelder geht. Ich fürchte da natürlich, dass man den Geldhahn bei manchen Projekten einfach zudreht, nur weil man nicht erkennen konnte, was für Möglichkeiten in dieser Forschung stecken.
Gruß erich!
Politiker unterstützen generell nur das, was während ihrer (kurzen) Regierungszeit Ergebnisse verspricht. Das ist bei Grundlagenforschung eher selten der Fall. Allerdings werden die Politiker bei der Energieforschung nicht um klare Entscheidungen herumkommen, denn die fossilen Energieträger werden DEFINITIV irgendwann ausgeschöpft sein. Die Menschen, für die Benzin als Treibstoff für ihren PKW zur Geschichte gehören wird, leben meiner Ansicht nach schon unter uns. Und dann geht es nicht mehr darum, wie teuer die Alternative ist, weil es außer dieser Alternative keinen Weg geben wird, unseren Lebensstil aufrecht zu erhalten.
Ganz im Ernst: Wenn wir im Hinblick auf die Erzeugung von Energie nicht vorwärts kommen, wird die Generation, die jetzt geboren wird, solche Dinge wie SetiGermany nur noch aus unseren Erzählungen kennen, nach dem Motto: "Was, Opa, du konntest es dir leisten, deinen Rechner 24 Stunden täglich laufen zu lassen? Wahnsinn!"
Entschuldigt, wenn das etwas pessimistisch klingt, aber so sehe ich das...

Gruß lost
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Für mich wäre ein wichtiges Thema die Müllvermeidung, Produktionstechniken, die Müll vermeiden etc. - so wie man gestern im WDR-Fernsehen sehen konnte


die story
wird am 11.2. um 14.15 Uhr wiederholt.

Ich finde, da sind gute Ansätze dabei ...
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Gruß Bernd
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Alt 12.02.2010, 22:24   #20 (permalink)
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Zitat von bernd@home Beitrag anzeigen
Für mich wäre ein wichtiges Thema die Müllvermeidung, Produktionstechniken, die Müll vermeiden etc...
Ja, das halte ich auch für immens wichtig. Da gibts ja Ansätze, Kunststoffe aus organischen Rohstoffen herzustellen, wie Teller, Becher und Verpackungen aus Maisstärke, Folien aus Reis usw..
Das ist auch absolut toll, nur wird dem Menschen in der Sahelzone, der nichts zu essen hat, diese Diskussion etwas abstrakt erscheinen. Tatsächlich ist es so, daß wir, wenn wir 7 Mrd. Menschen gleichzeitig ernähren und mit regenerativer Energie versorgen und mit biologisch abbaubaren Gebrauchsgütern versorgen wollen, um die Gentechnik zur Verbesserung der Ausbeute bei den entsprechenden Pflanzen und Tieren nicht herumkommen werden. Es sei denn, die Menschheit zieht die Notbremse, was ihre eigene Vermehrung angeht. Dann gibt es aber weltweit das Problem mit der Alterspyramide...
Auf jeden Fall darf die "grüne" Gentechnik nicht Eigentum einzelner Firmen sein (Monsanto), und da wirds dann off topic, weil politisch (ich bin der Ansicht, daß wir langfristig nicht um eine sozialistisch ausgerichtete Gesellschaft herumkommen werden, denn der Weg, privates Gewinnstreben [die FDP sagt dazu Eigeninitiative] über die gesellschaftliche Verantwortung zu stellen, verhindert jedes notwendige Umschwenken), aber ich finde, es mußte mal gesagt werden...

Gruß lost
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Was meinst du mit grüner Gentechnik?

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Alt 14.02.2010, 05:19   #22 (permalink)
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@lost68er
Was meinst du mit grüner Gentechnik?

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Alles, was mit Gentechnik und Landwirtschaft zu tun hat(Stichwort Genmais oder Spinnenseiden-Protein aus Schafsmilch..). "Grün" habe ich geschrieben, weil man diesen Zweig der Gentechnik in den Medien so nennt, nicht weil ich es für grün halte...

Gruß lost
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JAuf jeden Fall darf die "grüne" Gentechnik nicht Eigentum einzelner Firmen sein (Monsanto), und da wirds dann off topic, weil politisch (ich bin der Ansicht, daß wir langfristig nicht um eine sozialistisch ausgerichtete Gesellschaft herumkommen werden, denn der Weg, privates Gewinnstreben [die FDP sagt dazu Eigeninitiative] über die gesellschaftliche Verantwortung zu stellen, verhindert jedes notwendige Umschwenken), aber ich finde, es mußte mal gesagt werden...
Schön, es gibt da nur ein paar Haken.
Die landwirtschaftliche Produktivität ist und war in sozialistischen Ländern deutlich geringer als in Freien Ländern. Grund: fehlendes Gewinnstreben
Auch sind es gerade "linke" Staaten die die grüne Gentechnik am meisten behindern.
Mit einer staatlich gelenkten Landwirtschaft wirst du 10 Mrd. Menschen nicht satt bekommen.

Das Unternehmen eigene Produkte kreieren ist richtig, wenn ihnen diese Produkte anschließend nicht gehören würden, würden sie sie nicht entwickeln. Der Landwirt muss ja die Produkte von Monsanto nicht kaufen, dann kauft er eben woanders.

Es wird sehr viele unterschiedliche Produkte geben, da sich die Anbausituationen auf der Erde massiv unterscheiden. Ich sehe die Hauptaufgabe der Grünen Gentechnik nicht darin, in die Lebensmittel Vitamine einzupflanzen. Wichtiger wird sein, die Pflanzen auf die unterschiedlichen Bedingungen einzustellen.
Auf der einen Seite werden wir Getreide brauchen, das mit wenig Wasser auskommt, auf der anderen Seite eines, das auch mal eine kalte Zeit übersteht. Das wird insgesamt die Erträge der Nutzpflanzen erhöhen.

Zitat:
Zitat von bernd@home Beitrag anzeigen
Für mich wäre ein wichtiges Thema die Müllvermeidung, Produktionstechniken, die Müll vermeiden etc. - so wie man gestern im WDR-Fernsehen sehen konnte
Ich glaube das diese Thema immer von der falschen Seiten beleuchtet wird. Müllervermeidung ist nett, aber nur ein Schlagwort. Verpackungen haben das Ziel ein Produkt zu schützen bzw. es attraktiv wirken zu lassen. Ohne sie wird es nie gehen.

Wichtiger ist, diese eingesetzten Rohstoffe zurückzugewinnen. Das ist heute bereits gut möglich, wird aber z.B. durch das staatlich geschaffene Monopol des Grünen Punktes verhindert. So landen heute eine Menge Rohstoffe in der Müllverbrennung.

Es geht also nicht darum Müll vermeiden zu wollen, sondern um die Frage wie er am besten genutzt wird.

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Alt 14.02.2010, 09:15   #24 (permalink)
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Für mich ist es die Forschung zur Weiterentwicklung der Kernfusion. Der Energiebedarf der Menschheit steigt stetig und fossile/nukleare Brennstoffe sind bald erschöpft (von den Abgasen/nuklearen Abfällen ganz zu schweigen). Nur mit einer radikal neuen Technologie werden wir in der Lage sein, uns als Zivilisation dauerhaft fort zu entwickeln. Falls wir uns nicht schon vorher in Treibhausgasen selbst kochen (siehe Venus).
Für mich ist das wichtiger als alles andere, Biotechnologie, Informationstechnologie oder sogar Grundlagenforschung.


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Zitat:
Zitat von Jeeper74 Beitrag anzeigen
Schön, es gibt da nur ein paar Haken.
Die landwirtschaftliche Produktivität ist und war in sozialistischen Ländern deutlich geringer als in Freien Ländern. Grund: fehlendes Gewinnstreben
Auch sind es gerade "linke" Staaten die die grüne Gentechnik am meisten behindern.
Mit einer staatlich gelenkten Landwirtschaft wirst du 10 Mrd. Menschen nicht satt bekommen.
Du hast leider recht, daß die "sozialistischen" Staatsformen, die wir bisher erlebt haben (ich bin Ex-DDR-Bürger) das Problem nicht lösen können, aber die meinte ich auch nicht, weil die meiner Meinung nach mit "Sozialismus" nicht viel zu tun haben. Ich meinte, zwischen Marktwirtschaft und Planwirtschaft muß es noch ein Zwischending geben, weil die Marktwirtschaft, die auf ständiges Wachstum angewiesen ist, irgendwann an ihr Ende kommen wird, da ständiges Wachstum eben nicht möglich ist.
Oder wir führen mal wieder einen großen Krieg, dann wird wieder "Luft abgelassen" und wir können wieder von vorn anfangen mit Wachstum...
Zitat:
Zitat von Jeeper74 Beitrag anzeigen
Es wird sehr viele unterschiedliche Produkte geben, da sich die Anbausituationen auf der Erde massiv unterscheiden. Ich sehe die Hauptaufgabe der Grünen Gentechnik nicht darin, in die Lebensmittel Vitamine einzupflanzen. Wichtiger wird sein, die Pflanzen auf die unterschiedlichen Bedingungen einzustellen.
Auf der einen Seite werden wir Getreide brauchen, das mit wenig Wasser auskommt, auf der anderen Seite eines, das auch mal eine kalte Zeit übersteht. Das wird insgesamt die Erträge der Nutzpflanzen erhöhen.
Absolut meine Meinung. Trotzdem halte ich es für gefährlich, wenn solche Produkte Privateigentum sind. Möglicherweise wäre ein UN-Fonds möglich, der solche Patente kauft...

Zitat:
Zitat von Jeeper74 Beitrag anzeigen
Ich glaube das diese Thema immer von der falschen Seiten beleuchtet wird. Müllervermeidung ist nett, aber nur ein Schlagwort. Verpackungen haben das Ziel ein Produkt zu schützen bzw. es attraktiv wirken zu lassen. Ohne sie wird es nie gehen.

Wichtiger ist, diese eingesetzten Rohstoffe zurückzugewinnen. Das ist heute bereits gut möglich, wird aber z.B. durch das staatlich geschaffene Monopol des Grünen Punktes verhindert. So landen heute eine Menge Rohstoffe in der Müllverbrennung.

Es geht also nicht darum Müll vermeiden zu wollen, sondern um die Frage wie er am besten genutzt wird.

VG Jeeper
Das aus dem Mangel geborene SERO-Erfassungssystem für "Wertstoffe" fand ich ganz gut. Da wurde im Prinzip alles wiederverwertet, und weil für die Abgabe von Papier, Glas, Metallen usw. ein kleiner Obulus gezahlt wurde, war auch ein Anreiz da...Wenn man fragt, wo denn das Geld dafür herkommen soll, meine ich, durch ein solches Erfassungssystem würde man kaum noch Sortieranlagen brauchen...

Gruß lost
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"Bitte fragen sie mich nicht, warum das Telefon funktioniert, wenn wir ganz woanders im Universum sind, als wo es tatsächlich angeschlossen ist, dies ist eine Angelegenheit, die sie mit der British Telecom erörtern müssen...Douglas Adams
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